Jungvieh auf der Weide

Neubau von industriellen Mastanlagen auf Kosten der Bevölkerung

Der Neubau von industriellen Mastanlagen wird wieder mal nicht eingedämmt.

Die heute im Kabinett beschlossene Novelle des Baugesetzbuches macht kein Ende mit dem unkontrollierten Zubau von Mastanlagen im dichtbesiedelten Westen. Ein Stopp von Neubauten industrieller Mastanlagen ist dringend geboten. Bereits heute produziert Deutschland mehr Fleisch als hierzulande konsumiert werden kann. Jede neue Mastanlage wird ausschließlich für den Export gebaut. Und die hiesige Bevölkerung leidet massiv darunter.

Antibiotika verseuchtes Fleisch aus Mastanlagen

Nicht nur durch von Antibiotika verseuchtes Fleisch sondern durch den Verlust an Lebensqualität in ihrer ländlichen Umgebung. Die Umwelt wird an Luft und Grundwasser geschädigt, Feindschaften zerstören den Frieden in den Dörfern, der Wert der Grundstücke gerät immer weiter unter Druck, und die Touristen wollen natürlich in solch verpesteten Gebieten keinen Urlaub mehr machen. Die Produktion für den Export geschieht auf Kosten der wehrlosen Bevölkerung im Inland und den zerstörten Existenzen der Kleinbauern in den Entwicklungsländern, deren Märkte wegen der EU-Subventionen zusammenbrechen.

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Die heute im Kabinett beschlossene Novelle des Baugesetzbuches ist völlig ungeeignet, um den Wildwuchs von Massentierhaltungsanlagen in Deutschland zu stoppen. Es hat wieder mal ein vorhersehbares Einknicken vor der Agrarlobby stattgefunden. Wenn daraufhin die Seuchengefahr durch galoppierende Verbreitung von in Mastställen verursachten Keimexplosionen steigt, kann man ja wieder die Pharmaindustrie mit dem nächsten bundesweit vorzuhaltenden, nutzlosen Impfstoff beglücken.

http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/ungebremster-wildwuchs-bei-massentierhaltungen-kabinett-vermasselt-novelle-des-baugesetzbuches-bun/

Gesund mit Genuß

Barfußgehen zum Spaß, zur Freude an Körper und Seele

Für Gesundheit und Schmerzfreiheit des Rückens und der Bandscheiben ist Barfußgehen eine feine Sache. Aber muß alles mit einem gesundheitlichen Gewinn begründet werden?  Motivation kann gerne ohne eingewebte Ermahnung daherkommen. Einfach das “Einfach so” erlauben.

Warum nicht mal einfach Freude an der Bewegung für selbstverständlich nehmen und sich im Alltag ein wenig sorglos tummeln? Mal wieder barfuß gehen, einfach weil’s Spaß macht? Weil die Füße an die Luft wollen, spüren und belebt sein wollen?! Na also. Geht doch.

Genau, nimm Dir vor, ganz planlos planlos sein zu wollen, wenigstens einmal am Tag. Irgendwann, irgendwo, wo es grad ein bisschen paßt, sonst mach es passend, gönn es Dir und zieh die Schuhe aus.

Da kuckt wer? Na und?! Das Kleid paßt nicht dazu oder Du hast die Aktentasche noch in der Hand? Oh je, wenn Dir das Probleme macht, dann hast Du noch ‘nen weiten Weg vor Dir, bevor der Krampf im Hirn sich löst. Hast Du Dir als Kind jemals Gedanken gemacht, bevor Du losgelaufen bist?  Warum denn jetzt?

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Barfussgehen

Barfußgehen. Ganz nackig an den Füßen

Nun zieh sie aus, die Schuh, und zier Dich nicht. Bist Du der Untertan der Angepaßten oder hast Du selbst noch was zu sagen? Erlaube Dir, ja Du! Erlaube Dir ganz offiziell, diesen Moment hier zu genießen. Mit ohne Schuhe, ganz nackig an den Füßen. Und los.

Geh ein paar Schritte.

Das piekst, das sticht, das ist so kalt, so heiß? Hallooo…., das nennt man Leben! Da spürst Du was. Da wirst Du auch mal aufgemischt und durchgeschüttelt. Da kann die “Form” nicht mehr gewahrt werden. Da bist Du mittenmang. So laß denn also los! Leg Deinen Schutzschild ab und erlaube Dir zu fühlen! Beim Barfußgehen ganz intensiv!

Heute, ja heute sind die Füße dran. Und morgen auch. Und immer wieder gibst Du Dir planlos die Erlaubnis, ein wenig spielerisch zu sein. Du mußt? Na klar. Müssen wir alle. Aber dürfen, dürfen tun wir auch, und das bestimmen wir. Ganz allein. Wenn wir es nicht für uns tun, tut es keiner.

Heute also ist das Erlebnis Füße dran. Spürst, wie die Belebung nicht nur die Füße und Beine durchströmt. Wie es Dich ganz und gar durchdringt, wie frisch Du Dich nun fühlst. So wenig Aufwand, so viel Erlebnis!

Erlaub es Dir und spüre Dich!

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Vertrauen zu Greenfood

Milch, Allergien und Stoffwechselkrankheiten und der Hype um Omega 3 Fettsäuren

Genau was gebraucht wird, um den völlig überzogenen Milchprodukte-Verzehr noch weiter anzukurbeln. Das wird eine weitere Quelle der Unsicherheit darüber  werden, was denn eigentlich genau in einem Produkt drin ist. Und eines nicht allzu fernen Tages, wird sich niemand mehr fragen, warum das ungewöhnlich oder schlecht sein sollte. Omega 3 Fettsäuren sind doch soo gesund!!!! Da wird man nur noch verständnislos angeschaut werden, warum man etwas dagegen haben kann, wieder so ein Öko-Vegan-Spinner wird es heißen und keinen Bezug herstellen zu den Unverträglichkeiten, Milch, die daraus resultieren.

Genkuh soll Milch mit Omega-3-Fettsäuren liefern

Gentechnik soll es Kühen erlauben, künftig Milch mit “gesunden” Omega-3-Fettsäuren zu erzeugen, die sonst vor allem im Fischöl vorkommen. Forscher der Universität der Inneren Mongolei http://www.imu.e…

Voll vegan

Vegetarier, die essen meinem Steak das Essen…

Vegetarier, die essen meinem Steak das Essen weg.
"Fleischesser hätten oft das Gefühl, dass Vegetarier sie moralisch verurteilten und fühlten sich zu schlechten Menschen degradiert. Und Attacken auf ihr positives Selbstbild wehren Menschen ab, indem sie Angreifer lächerlich machen." #xanazon

Warum Fleischesser Vegetarier anfeinden – VEBU – Vegetarierbund Deutschland

Kommt zu Tisch, das Essen wird welk: Viele Menschen reagieren auf Vegetarier wie auf Angehörige eines exotischen Volksstammes, die erst bestaunt und dann lächerlich gemacht werden. Psychologen haben e…

Trockenfrüchte Xanazon

Haltbarkeit und Lagerung von Trockenfrüchten

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Beim Erwerb von Trockenfrüchten und Dörrobst stellt sich immer wieder die Frage nach der Dauer ihrer Haltbarkeit. Man möchte sich bevorraten und auch mal größere Mengen rabattiert einkaufen. Wie lange sich Trockenfrüchte halten, wie sie am besten gelagert werden sollten, ist daher eine regelmäßig wiederkehrende Anfrage. Besonders bei unserem durchgängig naturbelassenen Bio Trockenobst ohne Schwefelung ist dies ein wichtiger Aspekt des Vorrateinkaufs.

Zunächst ein wenig Erklärung zur Herstellung des Trockenobstes.

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Bei der Trocknung verlieren die Früchte an Feuchtigkeit. Der Zuckeranteil – aber auch der Gehalt bestimmter Vitalstoffe – steigt im Verhältnis zum Fruchtgewicht an. Weniger Wasser im Obst und somit relativ mehr Zucker konserviert die Frucht besser.

Naturbelassene Trockenfrüchte von Xanazon
Lagerung von Trockenobst

Eine Restfeuchtigkeit von ca. 20-25 %  wird angestrebt und sollte sich auch bei der Lagerung zu Hause nicht wieder steigern. Je nach Herkunft und Frucht wird dies durch Naturtrocknung im Schatten oder der Sonne, aber auch durch spezielle Trocknungsanlagen erreicht. Dabei erfolgt die Trocknung zur Haltbarmachung bei Temperaturen unter 50°C. Moderne Anlagen erreichen ein Maximum an Erhalt der wertvollen Nährstoffe bei unter 45 Grad, Mineralien und Vitamine bleiben bei möglichst schonender Trocknung weitgehend erhalten. Durch spezielle Verpackungsverfahren kann die Haltbarkeit bei Transport und Großlagerung nochmals verlängert werden. Im Endeffekt kommt man bei sachgemäßer Lagerung in optimaler Umgebung auf eine Haltbarkeitdauer von ca einem Jahr.

Im Privathaushalt sollte man grundsätzlich einen trockenen und dunklen Platz zur Aufbewahrung auswählen. Dies ist noch wichtiger als die empfehlenswerte kühle Lagertemperatur von 5-10 Grad Celsius. Der Entzug des Wassers aus der Trockenfrucht, der die Ausbreitung von schimmelbildenden Mikroorganismen verhindert, muß gewährleistet bleiben. Durch den hohen Zuckergehalt sind die Trockenfrüchte stark Feuchtigkeit anziehend. Daher ist eine niedrige  Feuchtigkeit des Lagerplatzes besonders wichtig.

Eine Lagerung im Kühlschrank ist besonders im Sommer gut möglich, sollte aber 3-4 Wochen nicht überschreiten. Die unvermeidliche Feuchtigkeit im Kühlschrank wird nicht von allen Trockenfrüchten vertragen, es kann auch zur Bildung von störendem Kondenswasser in der Verpackung kommen. Besser ist die Lagerung in einer großen, gut verschließbaren Plastikkiste an einem kühlen Ort. Trockenere Sorten wie Ananas, Ingwer, Aprikosen, Kugelfeigen, Bananenchips und Datteln sollten dabei nicht zusammen mit stärker Feuchtigkeit anziehenden Früchten wie Papaya, Mangos, Feigen oder den sowieso feuchteren Pflaumen gelagert werden.

Gesund mit Genuß
Gesund mit Genuß

Grundsätzlich sind unsere naturbelassenen Bio Trockenfrüchte anfälliger für Schädlingsbefall als geschwefelte, begaste oder bestrahlte Dörrfrüchte. Behandlungsformen, die bei konventioneller Qualität oft angewendet werden. Unsere Bio Produkte sind bei korrekter Lagerung auch zu Hause über viele Monate haltbar, bedürfen jedoch etwas Aufmerksamkeit.

Um den Befall von Lebensmittelmotten zu verhindern, empfehlen wir lichtdichte, größere Platikkisten, die sich gut verschließen lassen, in denen die Früchte jedoch mit dem größeren Rauminhalt noch Luft haben. Über die kontinuierliche Entnahme geschieht auch eine ausreichende Lüftung, so daß auch die verbleibende Restfeuchte nicht zur Schimmelbildung an den Trockenfrüchten führt.

Die Lagerung im Privathaushalt ist in der Regel nicht so sicher möglich wie in klimatisierten Räumen. Unser Trockenobst lagert bis zum Versand in einer speziell hergerichteten Umgebung, so daß die Bio Trockenfrüchte möglichst frisch bei Ihnen anlangen können. Den größten Genuß an den Trockenfrüchten behalten Sie, wenn Sie die Lagerung unabhängig vom Mindesthaltbarkeitsdatum nicht über 3 Monate ausdehnen. Lieber öfter frische, fachgerecht gelagerte Ware einkaufen als einen teuren Verlust erleiden, weil die Bedingungen nicht optimal sind.  Im Übrigen bedeutet das MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) nicht, daß nach seinem Ablauf die Ware verdorben ist.

Sich bewegen - Qi Gong üben

Qi Gong üben – nicht trainieren

Sich bewegen - Qi Gong üben
Sich bewegen - Qi Gong üben

Kommt man vom Mannschaftssport oder einer Einzeldisziplin so wird man den Begriff des “Übens” eher nicht verwenden. Man trainiert, spielt frei oder in Vorbereitung eines Wettkampfs. Das Training ist auf ein messbares Ergebnis ausgerichtet. Man will schnellere Zeiten, bessere Schlagtechniken oder mehr Tore erreichen. Selbst wenn nur zum Spaß gespielt oder gelaufen wird, haftet dem Sport, den man trainiert ein mehr oder weniger ausgeprägtes Element des Wettbewerbs oder Vergleichs mit anderen Ausübenden an.

Qi Gong dagegen betreibt man völlig anders. Man übt grundsätzlich für sich allein. Nicht, daß man nicht auch gemeinsam mit anderen Qi Gong in einer Gruppe üben könnte, aber dennoch ist man beim üben für sich. Man ist in dem Sinne allein, daß man mehr seiner inneren Bewegung nachspürt, als daß man mit der Bewegung ein Ziel erreichen will. Das geht soweit, daß man gar keine Bewegung mehr ausführt, wie z.B. Im Stillen Qi Gong.

In der Regel beginnt man jedoch das Üben des Qi Gongs mit einfachen Bewegungen eines festgelegten Bewegungsablauf, also einer so genannten Form, die aus aus mehreren Bewegungsbildern besteht. Jedes Bewegungsbild ist zwar einfach, ja sogar meist sehr einfach gehalten, spricht jedoch oft mehrere Gliedmaßen oder Körperregionen gleichzeitig an. Und genau hier liegt die Komplexität, die das scheinbar so einfache des Qi Gongs so anspruchsvoll macht.

Versuchen Sie gleich mal folgende Übung:

Rücken Sie mit ihrem Stuhl soweit vom Tisch und Ihrem Computer weg, daß Sie Ihre Arme bequem vor sich heben können oder stellen Sie sich bequem hin. Heben Sie jetzt den rechten Arm mit herabhängender Hand bis genau in Schulterhöhe und lassen dabei den linken Arm ganz und gar entspannt hängen. Nun wechseln Sie die Positionen der Arme mit einer gleichmäßigen und sanften Bewegungvorauseilten nur höhere Teuerung schlechteren kann sich nicht immerzu wieder neue überlegen. Dabei sollten die Endpunkte der Bewegung absolut gleichzeitig erreicht werden. Das heißt, wenn das linke Handgelenk mit entspannten Fingern punktgenau Schulterhöhe erreicht hat, sollte die rechte Hand ihre maximale Entspannung erreicht haben. Probieren Sie es ein paar Mal.

Selbst ohne Spiegel werden sie schnell feststellen, daß Sie die Endpunkte beider Armbewegungen nicht gleich synchron erreichen können. Meist hat man auch kein so ausgeprägtes Selbstbild, daß man mit seinen Handgelenken genau die Schulterhöhe erreicht. Ihre Körperwahrnehmung entspricht also nicht genau dem was sie tun. Diese Diskrepanz besteht bei jedem, aber nicht im gleichen Maße. Je genauer Sie gleichzeitig beide Bewegungsendpunkte präzise ansteuern können, desto geübter sind Sie im Erspüren Ihrer Bewegungswahrnehmung, desto genauer können Sie Spannung und Entspannung sich selbst regulieren lassen.

Im Qi Gong versucht man genau dies zu erlernen. Es geht nicht nur um das Erlernen einer langsamen und ach so sanften Bewegungsabfolge. Die Langsamkeit der Bewegung dient lediglich dazu, die Aufmerksamkeit anfangs leichter zu fokussieren. Zunächst zB auf das loslassen eines Gelenks, die Ausrichtung eines Armes, das entspannen des Nackens. Nachdem eine Form mit verschiedenen Bewegungsmustern ohne Vorbild alleine ausgeführt werden kann, nimmt man die Bewußtheit auf den Atemverlauf hinzu. Und schließlich schließt man auch die Achtsamkeit auf das Gedankenspiel mit ein. Qi Gong kann je nach Übungsvorgabe sehr weit oder auch sehr kurz reichen. Wie man übt, hängt einzig von der inneren Ausrichtung ab, der man sich jeweils zu Beginn des Übens – bewußt gemacht oder nicht – verschrieben hat.

Daher auch die Übersetzung zu Qi Qong – “Arbeit an/mit der Energie bzw dem Fließen der Energie”. Man kann mit Qi Gong seine Muskulatur und seine Flexibilität stärken und verbessern. Man kann damit aber auch seinen Geist “trainieren”. Man kann sich physikalistisch oder ganzheitlich ausrichten. Es kommt nur darauf an, was man beim Üben im Sinn hat.

watch out

Nicht guten Appetit, sondern viel Glück beim Essen

Wir brauchen wirklich viel Glück beim Auswahl des Essens heute.

Die Politik bestimmt immer mehr, was wir zu Essen bekommen können. Unsere Auswahl wird immer weiter eingeschränkt. Gesunde Lebensmittel auf einfache Weise zu finden, wird immer komplizierter. Die Zeiten, als man voller Vertrauen einkaufen konnte sind lang, lang vorbei. Und so können wir uns nur noch Glück wünschen, wenn wir bei Tisch sitzen, nicht wieder irgendeinem Gift aufzusitzen.

Es ist für den Durchschnittsstädter, der nur begrenzte Zeit in tiefschürfende Kontrollen und Recherchen bezüglich seiner Lebenesmitteleinkäufe investieren will, nicht möglich, pestizidfrei einzukaufen. Er kann sich nur mit mehr oder weniger abgesegneten Grenzwerten zufrieden geben. Ob der volle Nährwert im Gemüse enthalten ist, braucht man schon fast nicht mehr zu fragen, so lächerlich kommt man sich dabei schon vor. Man begnügt sich. Man akzeptiert agrarindustrielle, giftverseuchte Monokulturen ebenso wie die widerlichste Massentierhaltung. “Es geht eben nicht anders”, heißt es dann und die Politik tut alles, die Lebensmittelwirtschaft dabei zu unterstützen, immer minderwertigeres Essen liefern zu dürfen. Es geht immer nur um billig, maschinengängig oder exportfördernd. Nachhaltigkeit wird in Sonntagsreden beschworen, aber eine Umsetzung findet nicht wirklich statt. Also viel Glück beim Essen.

Ab dem 20. Januar bringt die Alamode Filmdistribution den Film “Good Food – Bad Food” von der französischen Regisseurin Coline Serreau bundesweit in die Kinos – zeitnah zur Grünen Woche in Berlin.

Da wird ganz deutlich: Die industrielle Landwirtschaft, wie sie heute üblich ist, hat immens desaströse Folgen. Massentierhaltung übelster Art, großflächiger Dünger- und Pestizideinsatz, ausgelaugte Böden, verseuchte Gewässer. Nahrung ist zur naturfeindlichen Fabrikware geworden. Multinationale Agrokonzerne greifen nach der Macht über die Ernährung. Die Qualität von vorverarbeiteten Lebensmitteln sinkt kontinuierlich, sie sind belastet mit Zusatzstoffen, von denen man nichts über die Langzeitwirkung weiß – von Genfood ganz zu schweigen. Wie gesagt: Viel Glück beim Essen.

Der Film von Coline Serreau zeigt Menschen, die Alternativen entwickelt haben. Sie leben und arbeiten in den unterschiedlichsten Regionen der Welt. Was sie wollen: die Ackerböden verbessern und die Saatenvielfalt wiederherstellen. Chemische Dünger und Pestizide sind für sie tabu. Den skrupellosen Agrokonzernen, die weltweit das Saatgut zu kontrollieren und die Bauern zu erpressen versuchen, leisten sie erfolgreich Widerstand.

Laufen im Winter

Was ziehe ich zum Laufen im Winter an? Laufbekleidung bei Kälte

Immer wieder kommt es zur Frage: “Was ziehe ich zum Laufen im Winter an ?” Nur auf den ersten Blick eine überflüssige. Man vergißt leicht, daß es meist etliche Versuche gebraucht hat, bis man sein persönliches Kleidungsset für’s Wintertraining draußen gefunden hat. Angeboten und versprochen wird viel, gebrauchen kann man erheblich weniger.

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Besser planen

Zunächst kommt es natürlich auf die Dauer des Laufes im Winter an. Und die Intensität des Trainings in der Kälte. Wenn man sicher ist, sich nicht zu verlaufen – kann im Wald schneller passieren, als man zunächst denkt -, braucht man keine Wärmereserven einzuplanen. Es geht verdammt schnell, daß man bei Zwangspausen heftig friert. Laufen im Winter sollte immer etwas besser geplant werden. Ein sonst nichtiges Malheur kann sich schnell zur Katastrophe ausweiten, wenn man nicht rechtzeitig genug wieder im Warmen ist.

Vor allem kein Baumwollhemd als 1.Schicht anziehen!

Schweiß, der sich immer kälter werdend auf der Haut ansammelt, ist bei Kälte sehr unangenehm. Auch die äußerste Schicht sollte den Schweißtransport noch zulassen und nicht völlig dicht sein. Der Temperaturunterschied von Jackeninnenraum zur Umwelt sorgt sowieso schon für eine starke Kondensation der Luftfeuchtigkeit. Man kennt das aus kalten Nächten im Zelt. Es ist nicht der Regen, der einen naß macht, sondern der kondensierte warme Atem, der stetig auf einen heruntertropft, wenn man kein Innenzelt benutzt.

Kleiden im Zwiebelsystem

Meist ist es beim Laufen im Winter daher besser, zB einen Fleece/Wollpullover als letzte Schicht zu tragen, natürlich nur, wenn es nicht regnet. Besonders bei Frost ist eine Jacke eher überflüssig und sollte durch ein gut luftdurchlässiges Oberteil ersetzt werden. So bleibt man auch bei Anstrengung in starkem Frost warm, aber nicht patschnaß von innen.

Laufen im Winter
Laufen im Winter bei klarem Frostwetter

Ich kann es bei schlechtem Wetter/Schnee meist nicht ganz vermeiden, nasse Socken zu bekommen. Auch im Winter laufe allerdings fast nie auf der Straße. Mag ich gar nicht.

Solange der Lauf weitergeht, stört es mich auch nicht. Wird bald nach der Pfütze wieder warm im Schuh.
Hat so was Lebendiges, bei widrigem Wetter draußen rumzutollen. Es ist der Kontrast, der mir so gefällt. Liegt sich hinterher viel gemütlicher auf dem Sofa.

 

Keine Angst vor Frost beim Laufen im Winter

Hat man sich an die Vorstellung erstmal gewöhnt, daß es erfrischend und belebend sein kann, dem schlechten Wetter nicht ganz auszuweichen, dann beginnt man, neugierig geworden, das immense Angebot an Laufsachen zu beäugen. Recht schnell merkt man, daß einem viel zu viel Angst vor der Kälte und dem schlechten Wetter weisgemacht wird. So viel Schutz wird für einen normalen bis einstündigen Lauf im Winter gar nicht benötigt.

 

 

So gerne man schick sein möchte, so sehr muß man damit leben, daß die Winterkleidung für’s Lauftraining dreckig, naß und schmutzig wird. Da greift man gerne auch auf Zwiebelschichten von Sachen der zweiten Garnitur zurück.Quietschgrelle Neonfarben schauen in verschneiter Winterlandschaft noch etwas schräger aus als das grad noch akzeptable knappe Sommerlaufhemd dieser Couleur. Aber bitte: Möge sich jeder nach eigener Facon freie Bahn schaffen und Spaziergänger und Wildschweine in die Flucht schlagen.

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Auch im Winter draußen Qi Gong üben

Qi Gong kann zu jeder Jahreszeit draußen geübt werden. Den Wandel des Klimas am eigenen Leib zu jeder Jahreszeit zu erfahren, mag zunächst nicht immer angenehm erscheinen. Viele Menschen ziehen sich besonders im Alter immer mehr in ihre vier Wände zurück und verlieren die Fähigkeit der Anpassung an die wechselnden Klimabedingungen.

Winter Qi Gong im Morgennebel
Winter Qi Gong im Morgennebel

Qi Gong wirbt ausdrücklich damit, seine Übungen möglichst draußen zu machen. Dabei soll man sich selbstverständlich vor Kälte, Hitze und vor allem Wind schützen. Die kräftigenden Energien des allgemein-natürlichen Qi’s können jedoch nur wirksam werden, wenn man sich diesen Bedingungen stellt und die Anpassungsmechanismen wirken läßt. Ein vitaler Mensch fühlt sich in den allermeisten heimischen Klimabedingungen zuhause. Es sind mehr als Sonne, Licht und Wärme, die eine die Gesundheit förderliche, klimatisch-energetische Wirkung entfalten.

Alle über lange Zeit entwickelten Übungsformen der vielen Qi Gong-Schulen propagieren die Bewegung an der frischen Luft. Und dies liegt nicht daran, daß die privaten Wohnverhältnisse in China oft sehr beengt sind. Für alle Richtungen gilt, daß regelmäßiges Praktizieren dazu führt, die Lebensenergie, das Qi, in Fluss zu bringen. Man fühlt sich nach vollbrachter Übung kräftig-erfrischt und vital. Umso mehr, je öfter draussen geübt wurde.
Mit zunehmender Übungspraxis spürt der Übende eine nachhaltige Veränderung seiner Kraft und Flexibilität, eine allgemeine Zunahme seiner Lebenskraft und seines Lebensmutes. Seine Wahrnehmung von sich, aber auch seiner Umwelt verfeinert sich. Regelmäßiges Qi Gong führt zu einer Intensivierung der Wahrnehmung von Körper und Geist, womit wir unser ganzes Wesen erst gelassen-lebendig erleben können.

Qi Gong-Übungen wirken über drei Wege:

1. die Bewegung. Neben verschiedenen Haltungen im Liegen, Sitzen und Stehen, die entweder entspannende oder kräftigende Wirkung ausüben, werden sanfte oder kraftvolle Bewegungen eingesetzt, je nachdem, ob Harmonisierung oder Kräftigung der Energien als Ziel der Übungen vorgesehen ist. Durch die Aufmerksamkeit auf den Leib kann das Qi besser zirkulieren. Die Körperhaltungen und die Bewegungen regulieren unseren Energiefluß und kräftigen Muskeln, Bänder und Blutgefässe und aktivieren Nervenleitbahnen. Die Meridianverbindungen nach innen nehmen Einfluß auf die inneren Organe und Funktionssysteme.

2.die Atmung. Über die Achtsamkeit auf den Atem können wir Ruhe einkehren lassen, den Geist beruhigen und so auch muskulär besser entspannen.

3. den Geist. Die Konzentration auf die bewußt-präzise Ausführung der Bewegungen, die Gewichtsverteilung, die Öffnung der Gelenke und den Erhalt des freien Flusses der Atmung führt automatisch zur Geistesschulung. Im fortgeschrittenen Stadium achtet man auch bei Bewegungsabläufen auf das Abschweifen der Gedanken. Daraus ergibt sich die Meditation in Bewegung. Ein wacher, sehr intensiver Lernprozeß, der umso einfacher zu bewirken ist, je simpler und ruhiger die Bewegungen auszuführen sind.

Dies erklärt auch die Beliebtheit der hier gezeigten 18 Taiji-Qi Gong Bewegungen, auch Shibashi oder Harmonische Bewegungen genannt.

Die Abfolge habe ich im Video einmal als einfachen Durchgang durchlaufen. Meist werden je Übung 3 oder 5 Wiederholungen, dann allerdings etwas schneller, ausgeführt. Es kann aber gerade für Anfänger sehr hilfreich sein, die bewußt langsame Übungsweise zu wählen, weil man zu Beginn meist immer viel zu schnell vorgehen will.

Das Element des “Sink” in haltungstechnischer wie mentaler Hinsicht führt über die Langsamkeit zum “Relax”,  der erfrischende Energiefluß kann sich erst so wirklich entfalten.

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Blutzzucker und Blutfettspiegel mit Bewegung senken

Am Computer gefesselt
Am Computer gefesselt

Kein Medikament der Welt kann mit den gesundheitlichen Wohltaten eines täglichen 4 Km langen Spazierganges mithalten.

Ruhig noch mal: Kein Medikament der Welt kann mit den gesundheitlichen Wohltaten eines täglichen 4 Km langen Spazierganges mithalten.

Vor einem Jahr hatte ich das Thema schon mal: Medizin entdeckt immer noch Bewegung. Und es wird sicher nicht das letzte Mal sein.  Und wieder ist es eine angelsächsische Forschergruppe, die die Folgen mangelnder Bewegung aufzeigt:  Tödlicher Fernsehkonsum und Internetnutzung. Eine Übersetzung und kommentierte Fassung findet sich hier:  Es ist tödlich, zu lange vor dem Fernseh- oder Computerbildschirm zu sitzen.

Heute wird alles weitgehend im Sitzen ausgeübt. Vom Eßtisch in den Autositz, vom Bürostuhl in den Fernsehsessel, vom Barhocker ins Bett. Der Anteil der Bevölkerung, der täglich weniger als 1 Kilometer zurücklegt, liegt mittlerweile bei etwa 50%.  Von den empfohlenen 2000 kcal, die optimalerweise pro Woche durch Bewegung verbraucht werden sollten, sind die meisten Menschen weit entfernt.  Männer allemal. Frauen werden sicher auch deshalb älter, weil sie sich mehr dem Haushalt und Garten widmen.

Dabei geht es bei den Vorteilen von mehr Bewegung keineswegs vordringlich ums Abnehmen. Bauchumfang und erhöhtes  Sterberisiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, korrelieren natürlich. Wichtiger ist jedoch, die Auswirkungen der sitzenden Lebensweise zu berücksichtigen. “Ein normales Gewicht schützt nicht, wenn man lange sitzt, dann wirkt sich das ungünstig auf Zucker- und Fettwerte im Blut aus”.  Sprich: Besser gut essen und in Bewegung bleiben als fasten und nichts tun.

Eine ganz schreckliche Motivationsbremse ist, Bewegung mit einem Ziel zu koppeln. Bewegung um abzunehmen, um gesund zu bleiben, um die Figur zu straffen. M. E. wird die Freude an der Bewegung sofort getrübt, wenn sie nicht um ihrer selbst Willen betrieben wird. Wer keinen Spaß am Joggen hat, wird es nicht deswegen durchhalten, weil man ihm gesundheitliche Vorteile verspricht. Daher ist auch das Fernsehen so eine immense Verführung. Der Thrill kommt bei der Pizza auf dem Sofa. Der wohlige Schauer beim Krimimord ist spannender, als sich von den eigenen Sorgen beim Spaziergang überfluten zu lassen. Wenn das “Bewegungsprogramm” – auch so ein mega abtörnendes Wortungetüm – nicht wenigstens etwas Spaß macht, hat es gegen die Zerstreuung von Fernsehen und Internet keine Chance. Es gilt sich also vorab einzustimmen. Und möglichst nicht zu warten, bis die Umstände einen dazu zwingen, bis die Lektion teuer bezahlt ist. Finden Sie eine freudige Bewegungsart, die Sie möglichst an der frischen Luft ausüben können.

Wintertraum Lauf 2010 in Reddereitz. Aufnahme: Wohlfeil/Lüchow
Spaß beim Wintertraum Lauf 2010 in Reddereitz. Aufnahme: Wohlfeil/Lüchow

Auch wenn’s penetrant ist –  noch mal: Kein Medikament der Welt kann mit den gesundheitlichen Wohltaten eines täglichen 4 Km langen Spazierganges mithalten. Vergessen Sie nicht: Von schweißtreibender Anstrengung für Ihr Wohlbefinden war hier nie die Rede. Ist gar nicht nötig. Neues Outfit wird nicht gebraucht. Gehen kann man ohne Weiteres auch dann etwas zügiger, wenn man nicht mit Walkingstöcken herumklappert.

Dampf ablassen und sich wieder sammeln

Kalter Jahresbeginn 2010
Kalter Jahresbeginn 2010

Auf Straße, Bahn und Flughäfen herrschen schon seit Wochen winterliche Ausnahmezustände. Fahrplanchaos, Verletzungen durch Glätte, eingefrorene Leitungen, der Streusalznotstand ist da und immer noch will uns die polare Kaltluft nicht verlassen. Für’s Wochenende sind erneut heftige Schneefälle angekündigt. Der Winter ist kalt wie seit vielen Jahren nicht mehr. Die Natur zeigt deutlich, daß der Mensch sich nach ihr richten muß.

Man wird förmlich gezwungen, es etwas ruhiger angehen zu lassen im beginnenden Jahr 2010. Termine werden verschoben, das Arbeitstempo ist gebremst. Die winterlichen Gänge dürfen wie feiertags noch etwas länger sein. Und mittlerweile liegt der Schnee fast übers ganze Land so hoch, daß man die Skier auch als Flachländer getrost anschnallen kann, ohne Gefahr zu laufen, sie sich zu zerkratzen.

Seit Jahren war zu Hause keine Gelegenheit für’s Skilanglaufen. Aber es geht. Es geht sogar noch gut. Die rückwärtigen Oberarme sind die Belastungen natürlich nicht mehr gewohnt und beschweren sich, kaum ist der
Anstieg halb geschafft. Aber die kecke Freude bei der nächsten kleinen Abfahrt entschädigt großzügig für die bleiernen Muskeln, die sich dabei auch gleich wieder erholen.

So geht’s zügig dahin. Flott, ganz wie in alten Zeiten, so will es scheinen. Trotz der Minus 7 Grad hat man nicht den Fehler begangen, sich zu dick anzuziehen. Und so wird die ungewohnte Anstrengung nicht allzu schweißtreibend. Der Blick kann schweifen und ist nicht mehr nur bodenverhaftet. Obwohl von Reifen tiefe Spuren zu achtungsgebietenden Gräben in die Waldwege gezogen worden und steinhart, kluftig festgefroren sind, läßt sich das fest verankerte Bewegungsmuster nicht aus der Ruhe bringen. Die Skier wieder gleiten lassen ist einfach schön!

Vergessen ist der ganze Winterärger. Schöne Zeiten leben auf,  gleich kommt die Jugend wieder. Das muß sich doch noch etwas strecken lassen. Noch nicht zurück. Noch nicht wieder nach Hause. Noch etwas mehr genießen. Ganz absichtslos wurde der Spaß begonnen, ganz absichtslos wird er verlängert. Die warnende Wichtigtuerstimme hat keine Chance. Sie hat sowas von keine Chance, daß sie sich gar nicht erst die Mühe macht, sich zu erheben. “Was soll ich hier bei so viel Überschwang wohl ausrichten?”, sagt sie sich ganz zu Recht und schweigt. “Laß ihn strampeln, laß ihn juchzen, runter kommt er schnell genug”.

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Die Entscheidung

Es ist schon sehr bemerkenswert, wie viele Fahrzeugspuren man erdulden muß auf diesen stillen Waldwegen. Was machen die hier eigentlich alle? Waldarbeiter sind es nicht. Sind das die Jäger, die ach so giftig werden, wenn man des Wildes Ruhe stört? Auf jeden Fall werden diese Reifenspuren lästig. Ständig muß man ausweichen, die Skier heben, ausbalancieren, sich hektisch stabilisieren. Das wird langsam mühsam. “Oder …… oder werd ich einfach müde?”

Die nächste Abfahrt ist von oben her nicht ganz  zu übersehen. Ist nicht nur lang und steil, sondern geht auch um die Kurve. Und weil das Skiklamotten-Suchen doch länger dauerte, ist es nun schon dämmrig. Sind diese Reifenspuren da in der Kurve glatt? Oder gehn sie über Kreuz?

Man will den Sturz nie wahrhaben, wenn er beginnt. Eben noch hat man siegessicher das nächste Abenteuer angekurbelt, da ist es auch schon jäh vorbei. Dieser elende Moment, wo die Kontrolle flöten geht. Blitzartig wird der Kontrollverlust erfaßt. Die Gedanken sind noch dabei, retten zu wollen, aber sie hinken dem Ereigniswandel hilflos hinterher. Bei diesem Fall gibt es nichts mehr zu wollen. Wenn da die Automatik nicht reflexhaft, zuverlässig anspringt, wenn das Großhirn erst was raffen muß, ist es längst zu spät. Und so liegt man da. Die Skier wurden durch die Reifenspuren über Kreuz getrieben, und Angststarre und die mittlerweile ganz unmerklich nachlassenden Kräfte verhinderten ein leichtfüßiges Hinübertänzeln. Bums. Auch noch bäuchlings liegt man da. Wie peinlich! Wenn jetzt noch Wildschweine das Grinsen kriegen, wird’s perfekt.

Die eine Hand tut zwar ein büsschen weh, aber sonst sind es eher schmerzende Gedanken, die ihren Groll ausleben. Die Stimmung ist voll satt im Keller. Daß man grad am weitesten vom Hause weg ist, läßt den Heimweg auch nicht besser werden. Auf einmal ist die Leichtigkeit dahin. Nun tritt das Muß der Lust schadenfroh ans Schienbein. Der harte Teil beginnt. Und eigentlich der interessantere. Denn die Gedanken sind so laut, daß sie nicht zu überhören sind. Wenn man bereit ist, kann man nun ganz einfach zuhören. Dieser selbstgerechten Jammerei. Diesem Gewese wegen dieses kleinen Zwischenfalls. Wegen der Anstrengung, die vor einem liegt.

Aus dem Frust, der durch den Übermut entstand, läßt sich was lernen. Wenn man denn will.

Wenn man es schafft, kann er ganz schnell vorbei sein. Man kann sich lange an dem Frust berauschen, sehr lange. Man tut es manchmal trotzig gern. Oder man kann sich bald entscheiden. Sich entscheiden, in solchen Momenten achtsam zu sein. Sich zuzuhören. Zu akzeptieren. Und vielleicht sogar zu lächeln.

Aber auch, wenn man sich seiner Innenwelt nicht bewußt sein will, bringt einen die Bewegung wieder zur Ruhe. Es mag länger dauern als mit der Achtsamkeit, aber die körperliche Anstrengung wirkt. Weswegen ja auch viele den Sport und die schweißtreibende Verausgabung so schätzen. Dampf ablassen durch schweißtreibende Workouts, ob freiwillig oder notgedrungen erlebt, hat allerlei physiologische Vorzüge zur Folge, wenn sie angemessen ausgeübt werden. Endorphine und andere “happy hormones” helfen dabei, Frust und Stress abzubauen. Aber eine Entscheidung ist simpler. Wenn man denn dazu fähig ist. Sich zu entscheiden zu lächeln.

Bei all den angsteinflößenden Prognosen für dieses Krisenjahr ist es mindestens ebenso wichtig, achtsame Entscheidungen zu treffen, wie achtsam mit Frust umzugehen. Versuchen zu erspüren, wie und ob man sich in Gedanken hinreißen läßt. Sich von seinen Sorgen fortragen läßt. Das ist nicht immer möglich, aber meist öfter, als man zunächst denkt, wenn man bereit ist, immer wieder einen Augenblick innezuhalten.

Wenn der Heimweg anstrengender geworden ist, als man vermutete, heißt das noch lange nicht, daß man die letzte Abfahrt im Dunkeln nicht doch schafft. Man schafft viel mehr, als die Angst einem einreden will. Man kann wohlgemut bei sich ankommen.

Umweltmediziner Donate: Pandemrix Schweinegrippeimpfstoff ist Gesundheitsrisiko

Der zweite Vorsitzende des Verbandes der Umweltmediziner Dr. Hans Peter Donate sagt im Namen des dbu Verbandes: “Pandemrix stellt wegen fehlender Sicherheitsnachweise ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar.” Nachzulesen unter dem Link.

Es erübrigt sich eigentlich jeder weitere Kommentar. Vielleicht nur noch soviel: Diese Warnung wird in vielen anderen Ländern ebenso ausgesprochen, besonders in den USA. Dortige Empfehlungen gehen eindeutig in die Richtung, Impfstoffe gegen die Schweinegrippe ohne “Wirkverstärker” wie sie in Pandemrix enthalten sind, zu verwenden. Dort hat man die Wahl welchen Impstoff man injiziert bekommen möchte. Bei  uns nur ganz bestimmte Personenkreise, zB Bundeswehrsoldaten.

Hirse mit Trockenfrüchten zum Frühstück

Wenn die Rede darauf kommt, was man denn statt Brot zum Frühstück essen könnte, empfehle ich oft dieses leichte, kleine Hirsefrühstück. Es ist schnell zubereitet, ohne daß man lange am Herd stehen muß, sehr gut verdaulich, auch für die meisten Allergiker geeignet, hält über den Vormittag gut vor, und vor allem: es schmeckt wahrlich lecker!

Die Zubereitung dauert etwa eine halbe Stunde. Am besten man beginnt bereits, bevor man ins Bad geht.

Hirse zum Frühstück

  • 1 Tasse Hirse auf 4 Tassen Wasser aufkochen und sanft 30 Minuten köcheln lassen.
  • 10 Minuten vor Ende der Kochzeit eine gute Handvoll Trockenfrüchte zugeben. Bestens geeignet ist eine Mischung aus Rosinen,  Physalis und sauren, türkischen Aprikosen. Nicht früher zugeben, da sie sonst zu sehr zerfallen und das Ganze schnell anzubrennen droht. Ab und zu gegen Ende hin ein wenig umrühren.
  • Nach dem Umfüllen in die Eßschüssel nochmals ein wenig Umrühren zum Abkühlen und dann mit Freude guten Honig und etwas mildes Sonnenblumenöl zugeben.

Die Hirse ist fertig

Das war’s.  Das Ganze kocht sich nahezu von alleine und ist praktisch fertig, wenn man mit Bad und Anziehen  für den Tag fertig ist.

Guten Appetit und wohl bekomm’s.

Chlorophyll, Magnesium und natürliche Nahrungsergänzung

Die letzten Märzwochen waren so durchgehend trübe, daß man schon zweifelte, ob sich die Sonne jemals wieder blicken lassen würde. Fast ungläubig-staunend erleben wir nun, wie mit der belebenden Helligkeit alles Leben ringsum wieder erwacht. An unserer wiedergewonnenen Leichtigkeit erkennen wir mit einer gewissen Verblüffung, wie sehr uns das strahlende Licht gefehlt hat. Neue Perspektiven tun sich wie von selbst auf, ja fast schon übermütig breitet sich Lebenslust und Zuversicht aus.

Licht wirkt. Licht entfaltet seine Kraft, Leben zu schaffen. Ohne Wissenschaft weiß jedes Wesen, wie notwendig das unabdingbare Quantum Licht für unser Wohlbefinden, ja unser Überleben ist. Nicht nur Depressionen werden mit Lichttherapie gebessert, unzählige Stoffwechselvorgänge können ihre gesund erhaltenden Funktionen nur erfüllen, wenn natürliches Licht in ausreichender Stärke und Farbzusammensetzung auf Augen und Haut trifft.

Kraft des Frühlingslichts
Die Kraft des Frühlingslichts

Damit Licht in uns wirken, damit die Energie des Kosmos auf Erden wirksam empfangen werden kann, muß alles Lebendige mit Lichtsubstanzen, Lichtwandlern und -speichern ausgestattet sein. Die Pflanzen bieten uns als essentielle Lebensgrundlage die besten Formen assimilierbarer Elemente, die auch uns zu effektiven Lichtnutzern machen. Durch die Photosynthese liefert uns die Pflanze den Kohlenstoff, den Lichtstoff, der in den Kohlehydraten die Basis unserer Ernährung bildet. In der Flamme kann das Licht der Sonne aus dem Kohlenstoff wieder freigesetzt  werden.  Mit Hilfe des Chlorophylls und seinem Lichtvermittler Magnesium  kann die Pflanze das Licht im Kohlenstoff festhalten und es dort bewahren.  Die Umwandlung des Lichtes in Leben bedarf des Magnesiums als Vermittler in einem lebenden Organismus.

Die Pflanze verbindet Himmel und Erde und beschenkt uns mit den Stoffen, die aus der Zusammenführung beider Welten in ihr entstehen. Aus der Tiefe des Bodens holt sie die notwendigen Mineralien,  zB die Lichtsubstanzen Magnesium und Phosphor, und schafft mit Hilfe des himmlischen Lichts den Grundstock unserer Nahrung. Die neu erschaffene, lebende Substanz ist eigentlich aufgenommenes und umgewandeltes Sonnenlicht. Auch wir sind zu dieser Transformation fähig und müssen sie vollziehen können, wenn wir gesund bleiben wollen.

Wir nutzen das von der Pflanze geschöpfte Magnesium und aktivieren damit unsere Lichtumwandlungsprozesse. Die kosmische Strahlung, die wir als Säugetier mithilfe des Aufnehmers und -vermittlers Magnesium  als Licht aufnehmen, findet ihren Niederschlag zB in der Ausbildung der Knochen. Die Hälfte des menschlichen Magnesium ist in den Knochen gespeichert und bekanntlich ist die Mineralisierung der Knochen vom ausreichenden Lichtkontakt abhängig. Die Fähigkeit zur Lichtaufnahme durch Magnesium findet in abgewandelter Form unter Beteiligung des Phosphors auch bei der Energiebereitstellung durch ATP statt.

Es verwundert also nicht, daß in Zeiten starker Kalidüngung und somit der Magnesiumverdrängung aus unseren Böden in magnesiumarmen Gegenden doppelt so viele Carcinome auftreten wie anderswo. Krebs könnte man also ebenso wie die endogene Depression als Lichtstoffwechselstörung klassifizieren, was unter anderem an der ungleichgewichtigen Magnesiumversorgung und Verwertung liegt.

In den letzten Jahren ist immer deutlicher geworden, daß Pflanzenfarben eine wichtige Rolle zur Gesunderhaltung spielen. Hierbei spielt neben den Antocyanidinen das Chlorophyll, der grüne Farbstoff der Pflanze, eine herausragende Rolle.

Im Licht des Frühlings
Zum Licht hin

Über die beschriebene, magnesiuminduzierte, lichtumwandelnde Wirkung hinaus hat es eine besondere Bedeutung bei der Bildung des Hämoglobins. Die Produktion des  zum Sauerstofftransport im Blut nötigen  Hämoglobins wird durch Chlorophyll gefördert. Die erforderliche Aufnahme von Eisen über die Nahrung reicht allein nicht aus, um den Hämoglobinspiegel zu sichern. Erst die Zufuhr des  Chlorophylls der Pflanzen ist in der Lage die Bildung von Hämoglobin zu steigern. Und so ist es verständlich, daß ein längerer Lichtmangel eine Anämie auslösen kann, daß also das Eisen ohne Licht und Lichtvermittlung über das Chlorophyll “machtlos” ist.

Es wird anhand der geschilderten Zusammenhänge deutlich, daß Chlorophyll in viele Lebensprozesse eingreift. Alle Vorgänge, die bei Infektionen und Entgiftungen ablaufen, werden vom Chlorophyll beeinflußt. Ob es um die Blutbildung und -verdünnung geht, die Infektionshemmung und Wundheilung, die besondere Affinität zum Magen-Darm-Trakt mit seiner bakteriostatischen Wirkung, Chlorophyll hat als Lichtvermittler eine ungeheuer heilkräftige Wirkung.

Erstaunlicherweise deklariert die Deutsche Gesellschaft für Ernährung keine Mindestbedarfsmenge für Chlorophyll, wo sie doch sonst für jede Substanz den Tagesbedarf definiert. Überhaupt kann man sich des Verdachts nicht erwehren, daß die nachlässige Wertschätzung des Chlorophylls in der Medizin etwas mit seiner Nichtpatentierbarkeit zu tun hat. Vor dem Siegeszug der Antibiotika war Chlorophyll ein viel beachtetes Heilmittel.  Das Geheimnis des Chlorophylls ist seit den 40er Jahren keines mehr, seine hochgelobte, gesundheitliche Wirkung ist wissenschaftlich gründlich belegt.

Heute steht uns die “Kraft des Grüns” mit den natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln wie Gerstengras oder Chlorella und Spirulina bequem zur Verfügung. So wie die Natur die Nahrung komponiert, gibt sie immer noch die beste Garantie dafür, daß Pflanzen und ihre Extrakte richtig angewendet als Lebensmittel auch Heilmittel sein können.

Eigenverantwortung und Selbstheilung

Geänderte Lebensführung – Ein Schritt von großer Reichweite

Mitten im Leben ereilt uns die Mitteilung, dass wir schwer erkrankt sind. Aus einer Routineuntersuchung wird ein Ernstfall mit nicht enden wollenden weiteren Untersuchungen, bis jeder Zweifel ausgeschlossen ist. Weil aber nicht sein kann, was nicht sein darf, suchen wir zunächst nach der schnellen Lösung. Unsere Erwartungen an die Medizin und die Wirkung von Medikamenten ist enorm; mitunter ist uns auch kein Preis zu hoch, wenn nur das Übel schnell beseitigt wird.

Daß unsere Krankheit und unser Kranksein eine andere Bedeutung haben könnten, als uns unsere Schwäche und Gebrechlichkeit erkennen zu lassen und für eine gewisse Zeit oder langfristig außer Gefecht zu setzen, wird uns vielleicht erst dann bewusst, wenn kein Arzt und kein Mittel zu helfen scheinen und wir gezwungen sind, uns mit unserer Lebensweise auseinanderzusetzen.

Herausforderungen und Lebendigkeit
Herausforderungen und Lebendigkeit

Jemand, der Krampfadern hat beispielsweise, legt gern die Beine hoch, besonders nach einem anstrengenden Arbeitstag. Aber heißt Erholung von der Arbeit wirklich nur Ruhe auf dem Sofa zu suchen? Könnte dem nicht ein ausgiebiger Spaziergang vorausgehen? Und das am besten regelmäßig? Oder eine kleine Radtour in den Stadtpark, um den See oder in den nahegelegenen Wald? Das tut den Beinen gut, läßt uns auf eine angenehme Art und Weise Abstand finden zu den Problemen des Alltags, die uns beschäftigen, und besser schlafen können wir nachts auch.

Vielleicht erkennen wir, daß wir zu hart mit uns umgehen, die uns gesetzten Grenzen nicht sehen wollten und Raubbbau mit unserem Körper getrieben haben. Dies zeigt sich in Verspannungen und Blockaden, aber auch seelischen, inneren Verhärtungen. Aus dieser Erkenntnis heraus könnten wir mehr Achtsamkeit entwickeln für die Momente, in denen uns die Freude an dem, was wir tun, vergeht und wir uns im wahrsten Sinne des Wortes verkrampfen und verhärten. Nur allmählich werden wir herausfinden, was uns neue Energie schenken und unser seelisches Gleichgewicht stärken könnte. Keine besondere Anstrengung und kein besonderes Verhalten sind dazu notwendig, sondern lediglich das achtsame Hinschauen und Nachempfinden dessen, was mit uns in bestimmten Situationen geschieht.
Die Kränkung, wenn uns die Kollegin wieder keinen Kaffee mitgekocht hat. Schon immer wollten wir sie fragen, warum sie uns so konsequent zu übersehen scheint. Der Chef, der bei zusätzlichen Aufgaben immer zuerst uns anspricht, egal, was wir nach der Arbeit für Verpflichtungen und Termine haben. Er weiß es natürlich nicht, wenn wir es ihm nie sagen; z.B., dass wir uns um unseren kranken Vater kümmern müssen, daß wir zwei schulpflichtige Kinder haben, die betreut werden wollen, etc. Wir sind gekränkt – zu Recht, wie wir meinen – und geraten in eine Opferrolle. Wir bürden uns zuviel auf, weil wir nicht nein sagen können.

Durch ein achtsameres Betrachten unserer Lebens- und Handlungsweise erkennen wir möglicherweise, daß wir es zum großen Teil selbst in der Hand haben, ob wir gesund werden oder nicht, daß wir durch eine andere Lebensführung und Lebenseinstellung sehr viel zu unserer Genesung beitragen können. Und nur so setzt der Heilungsprozess ein, nicht durch das schnelle Verabreichen von Psychopharmaka oder Spritzen gegen die ständigen nicht auszuhaltenden Rückenschmerzen. Sobald wir nicht mehr gegen unser Kranksein ankämpfen, sondern es als Alarmsignal unseres Körpers annehmen und verstehen lernen, können wir unsere festgefügten Denk- und Handlungsmuster einer kritischen Prüfung unterziehen und hoffentlich neue Wege beschreiten lernen. Dieses gelingt am besten, wenn wir es mit Rückbesinnung auf unsere eigenen Stärken auch wirklich wollen. Jede erzwungene Maßnahme führt letztlich nicht zu dem Vertrauen zu uns selbst und unseren Möglichkeiten, nicht zu dem persönlichen Erfolg, der mit einer veränderten Lebensführung einhergeht.

Wer entscheidet – Gespür, Gefühl oder Verstand?

In Zeiten der Krise wird ein Problem deutlicher, dem sich jeder fast täglich stellen muß: Warum entscheide ich so und nicht anders? Was bringt mich dazu, die Weichen für die nächsten Jahre meines Lebens in eine eindeutige Richtung zu stellen. Ist es eine Laune? Sind es knallharte Fakten? Wo ist meine Spielraum, wie kann ich mich darauf verlassen, es nicht zu bedauern, so entschieden zu haben?

Vergnüglichster Mailverkehr und einträchtig-harmonische Telefonate können zB nicht darüber hinwegtäuschen, daß unser Gefühl uns getrogen hat, als wir dem Internetdate gegenüber sitzen. Die Daten und Fakten des “Partnerbestellkatalogs” haben gestimmt, diesmal wurde nichts beschönigt. Und dennoch. In der ersten Sekunde ist klar: das wird so richtig aber auch rein gar nichts. Da braucht’s kein langes Forschen, das Gespür ist untrüglich, sofort da, und nach mehr oder minder lockerem Geplänkel trennt man sich bald wieder und ist um eine Erfahrung in Sachen Verstand reicher. Oder auch nicht.

Die Fülle des Informationsangebots im Internet kommen unserem Bedürfnis nach Kontrolle sehr entgegen. Immer genauer können

Innenschau
Innenschau

wir prüfen, vergleichen, immer sicherer können wir uns wähnen. Sich Unwägbarkeiten ausliefern zu müssen, wird vermieden wo es geht. Der Verstand ruft schlechte Erfahrungen ab und produziert Vermeidungsangst. Wir wollen weder blöde sein, noch dafür gehalten werden. Und so wird die Vergangenheit bemüht. Schlechte Erfahrungen, die Fehler in unserer Lebensgeschichte, sollen nicht wiederholt werden und sie scheinen bestens geeignet, die eigene Zukunft erfolgreicher ausrichten zu können.

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Wir wollen Kontrolle um fast jeden Preis. Wir sind süchtig nach Kontrolle oder süchtig, weil wir es nicht aushalten, keine Kontrolle zu haben. Und so entwickeln wir sehr rigide Vorstellungen, wie die Dinge laufen sollen. Vorstellungen, die nicht mehr aus dem Augenblick erwachsen, sondern die Enge der Sorgen weiter fort schreiben. Die Annahme, die Erfahrungen der Vergangenheit gäbe uns Sicherheit und wir könnten damit die Zukunft meistern, ist so richtig wie falsch. Sie entbindet nicht davon genau zu prüfen, wie vergleichbar Situationen sind. Aber diese Prüfung findest meist nicht statt. Das Angstgefühl dominiert, die Selbstzensur gräbt sich ein und macht uns immer unbeweglicher.

Wenn wir den Beruf wählen, eine Wohnung mieten, uns für ein Haustier oder ein fremdes Lebensumfeld entscheiden, und natürlich bei der Partnerwahl sind wir gezwungen, eine vollkommen unsichere Entscheidung zu akzeptieren. Keine noch so gründliche Analyse von Fakten kann uns helfen. Wir entscheiden nach dem, was unser Körper uns meldet. Manche nennen es Bauchgefühl oder Intuition, aber eigentlich prüfen wir, ob sich ein klares Körperempfinden meldet. Weil wir keine andere Wahl mehr haben, als den Verstand hintanzustellen – gleichgültig, ob wir das wissen oder akzeptieren – lassen wir das Tier in uns wählen, lassen wir den Leib und nicht das Hirn sprechen. Er spricht nicht in Worten zu uns und richtet sich nicht nach unseren Vorstellungen, aber er will uns wohl. So ist die allgemeine Ansicht. Und meine auch.

In einer Psychotherapie gehen die Ziele dahin, den Patienten zu mehr Selbstbestimmung und Selbstvertrauen zu führen. Aber dabei gelten nicht nur die Wünsche des Patienten als Richtschnur, sondern das wohlverstandene Selbst des Menschen. “Das Selbst zu sein, das man in Wahrheit ist” (Kierkegaard) beinhaltet eine Entwicklung zum Prozess-Sein, zum Werden, zu mehr Erfahrungsoffenheit und weniger Selbstzentriertheit. Es bedeutet schlicht, daß wir mit uns in besseren Kontakt kommen. Uns spüren, unsere Empfindungen kennen lernen und uns akzeptieren. Wir müssen in der Lage sein zu empfinden, was unsere innere Stimme uns sagt. Wir müssen unterscheiden lernen, ob unser Wunschdenken oder unsere Ängste Regie führen. Wir müssen vor allem lernen, darauf zu vertrauen, daß unsere innere Stimme wahrhaftig ist.

Ich rede bestimmt nicht der blinden Intuition das Wort. Manipulationstechniken versuchen zB meist eine “falsche Intuitionen” zu wecken. Aber wenn die inneren Dialoge zur rationalen Konsensfindung keine Lösungen finden können, keine Ideen und Leidenschaften, die über den Tag hinausreichen, liefern, dann ist die innere Stimme, das Gespür gefragt. Und das ist ganz körperlich gemeint. Sobald Gespür zugelassen wird, sobald diese Instanz das nötige Training erhalten hat, kann man tatsächlich spüren, wie die innere Reaktion auf eine Entscheidung ausfällt. Man darf nur nicht glauben, daß einem die Reaktionen immer gefallen. Was für uns wirklich gut ist, ist noch lange nicht das, was wir uns “in den Kopf gesetzt” haben. Und da beginnt der Ärger mit Wissen, Konzepten, Annahmen und Denken. In unserer Gesellschaft steht abfragbare Rationalität viel höher im Kurs als inneres Wissen. Es gibt viele Gründe das innere Wissen, die eigene Tiefe, vor sich selbst zu verbergen. Ich könnte meine innere Stimme auch absichtlich oder “unbewußt” falsch interpretieren.

Wir spüren es auch beim anderen deutlich, wie er mit seiner inneren Stimme in Kontakt ist. Gleichgültig warum ein Abwehrmechanismus entwickelt wurde, schmerzliche Wahrheiten zu verdrängen, unser Gegenüber läßt sich nicht davon täuschen, daß wir nicht in der Lage oder Willens sind unser Selbst zu interpretieren. Und welche Wohltat ist es, wenn das Gespür für die innere Stimme zu einer wahrhaften Interpretation unseres Selbst führt. Das nennt man dann Integrität. Mit sich selbst im Reinen sein.

Zu erfahren was für einen gut ist, kann sehr weite Bereiche umfassen. Meist betrifft es die eigene Stellung im Verhältnis zu anderen Menschen. Es kann aber auch eingeübt werden, die Verträglichkeit von Nahrungsmitteln auf das momentane Befinden abzustimmen. Die untrügliche Sicherheit in diesem Feld geht jedoch immer mehr verloren. Kaum eine Mütter würde zB beim Gang über den Markt ihrem Kind erlauben, auf dessen Drängen einen Fisch roh zu verspeisen. Die quängelnd geforderte Eiswaffel aber nicht verweigern.

Dem anderen Vertrauen entgegenbringen, ihm angemessen und verantwortungsvoll Eigenständigkeit zubilligen, ist Voraussetzung für Vertrauen zu sich selbst und dem Erkennen der inneren Stimme. Es ist auch Voraussetzung dafür, daß wir wahrhaftes Vertrauen in Gott, dem Dao, der großen Leerheit empfinden können. Blinder Glaube, Fassade, “Eigentlich-sollte-ich-denken” führt nicht dazu, sich in Freiheit entscheiden zu können.

Da es in dieser Zeit vor allem um eine Geldkrise geht, in der wir Entscheidungen zu treffen haben und wir mit unseren Fehlern umgehen lernen müssen, hier noch ein Zitat vom Wochenende aus berufenem Munde:
“Früher hat es immer geheißen, Zeit ist Geld. Unser Leben ist Geld. Und ich glaube, das ist die große Gefahr unserer Gesellschaft. Und der Clown, er gewinnt aus den Fehlern. Ich meine, wir stolpern, wie Antoschka gesagt hat, oder wir machen Fehler, aber der Fehler ist unser Reichtum und nicht das Geld. Die Fehler sind unser Reichtum, wir lernen aus den Fehlern und das möchten wir den Menschen zeigen, nicht nur darüber lachen, sondern darüber auch noch eine, ich sage mal, innere Weisheit ziehen, einen Gewinn ziehen. Das können wir. Und dann ist auch der Verlust an Geld nicht mehr so schmerzhaft.” Clowns zur Krise im Deutschlanfunk

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