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Auch im Winter draußen Qi Gong üben

Draußen Qi Gong üben kann man zu jeder Jahreszeit. Auch im Winter. So hart es sich vielleicht anhören mag, so hart ist es wirklich nicht.

Die Fähigkeit zur Anpassung an wechselnde Temperaturen erhalten

Den Wandel des Klimas am eigenen Leib zu jeder Jahreszeit zu erfahren, mag zunächst nicht immer angenehm erscheinen. Viele Menschen ziehen sich besonders im Alter immer mehr in ihre vier Wände zurück und verlieren die Fähigkeit der Anpassung an die wechselnden Klimabedingungen.

Winter Qi Gong im Morgennebel
Winter Qi Gong im Morgennebel

Qi Gong wirbt ausdrücklich damit, seine Übungen möglichst draußen zu machen. Dabei soll man sich selbstverständlich vor Kälte, Hitze und vor allem Wind schützen. Die kräftigenden Energien des allgemein-natürlichen Qi’s können jedoch nur wirksam werden, wenn man sich diesen Bedingungen stellt und die Anpassungsmechanismen wirken läßt. Ein vitaler Mensch fühlt sich in den allermeisten heimischen Klimabedingungen zuhause. Es sind mehr als Sonne, Licht und Wärme, die eine die Gesundheit förderliche, klimatisch-energetische Wirkung entfalten.

Die Lebensenergie, das Qi, in Fluss bringen

Alle über lange Zeit entwickelten Übungsformen der vielen Qi Gong-Schulen befürworten die Bewegung an der frischen Luft. Und dies liegt nicht daran, daß die privaten Wohnverhältnisse in China oft sehr beengt sind. Für alle Richtungen gilt, daß regelmäßiges Praktizieren dazu führt, die Lebensenergie, das Qi, in Fluss zu bringen. Man fühlt sich nach vollbrachter Übung kräftig-erfrischt und vital. Umso mehr, je öfter draussen geübt wurde.
Mit zunehmender Übungspraxis spürt der Übende eine nachhaltige Veränderung seiner Kraft und Flexibilität, eine allgemeine Zunahme seiner Lebenskraft und seines Lebensmutes. Seine Wahrnehmung von sich, aber auch seiner Umwelt verfeinert sich. Regelmäßiges Qi Gong führt zu einer Intensivierung der Wahrnehmung von Körper und Geist, womit wir unser ganzes Wesen erst gelassen-lebendig erleben können.

Qi Gong-Übungen wirken über drei Wege:

1. die Bewegung. Neben verschiedenen Haltungen im Liegen, Sitzen und Stehen, die entweder entspannende oder kräftigende Wirkung ausüben, werden sanfte oder kraftvolle Bewegungen eingesetzt, je nachdem, ob Harmonisierung oder Kräftigung der Energien als Ziel der Übungen vorgesehen ist. Durch die Aufmerksamkeit auf den Leib kann das Qi besser zirkulieren. Die Körperhaltungen und die Bewegungen regulieren unseren Energiefluß und kräftigen Muskeln, Bänder und Blutgefässe und aktivieren Nervenleitbahnen. Die Meridianverbindungen nach innen nehmen Einfluß auf die inneren Organe und Funktionssysteme.

2.die Atmung. Über die Achtsamkeit auf den Atem können wir Ruhe einkehren lassen, den Geist beruhigen und so auch muskulär besser entspannen.

3. den Geist. Die Konzentration auf die bewußt-präzise Ausführung der Bewegungen, die Gewichtsverteilung, die Öffnung der Gelenke und den Erhalt des freien Flusses der Atmung führt automatisch zur Geistesschulung. Im fortgeschrittenen Stadium achtet man auch bei Bewegungsabläufen auf das Abschweifen der Gedanken. Daraus ergibt sich die Meditation in Bewegung. Ein wacher, sehr intensiver Lernprozeß, der umso einfacher zu bewirken ist, je simpler und ruhiger die Bewegungen auszuführen sind.

Dies erklärt auch die Beliebtheit der hier gezeigten 18 Taiji-Qi Gong Bewegungen, auch Shibashi oder Harmonische Bewegungen genannt.

Shibashi Form – auch im Winter draußen Qi Gong üben

Die Abfolge habe ich im Video einmal als einfachen Durchgang durchlaufen. Meist werden je Übung 3 oder 5 Wiederholungen, dann allerdings etwas schneller, ausgeführt. Es kann aber gerade für Anfänger sehr hilfreich sein, die bewußt langsame Übungsweise zu wählen, weil man zu Beginn meist immer viel zu schnell vorgehen will.

Das Element des „Sink“ in haltungstechnischer wie mentaler Hinsicht führt über die Langsamkeit zum „Relax“,  der erfrischende Energiefluß kann sich erst so wirklich entfalten.

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